Donnerstag, 17. Juni 2021

5.Tag: Von Gotha nach Sömmerda - über Erfurt

 die Karte


Hitzewarnung für Thüringen 🌞🌞!

Das hat man uns heute nicht extra sagen müssen. Das war schon beim Aufstehen klar! Nach dem Blogdesaster gestern,- das Internet war einfach so mies, dass der Blog nicht gespeichert worden ist, sitzt der Frust  noch am Morgen in den Hirnwindungen. Der muss weggeradelt werden! 

Also auf ein Neues!!

Aber wenigstens ein schönes Bild von Gotha sollt Ihr doch noch bekommen, schließlich soll unser "Stadtrundgang- in der Bratpfanne" nicht ganz umsonst gewesen sein. In die kühlen Kasematten konnten wir leider nicht mehr, die waren schon zu!


Ganz Gotha eine Baustelle! Ganz Gotha? Ganz Thüringen. Ganze Ortsdurchfahrten sind gesperrt, die Hauptstraße fehlt! Und am anderen Ende wartet der Radweg. Ein Dauerthema der letzten Tage. Überhaupt die Radwege! Den D4 Radweg haben wir  von unserer Liste gestrichen. Heute versuchen wir es mit kleinen regionalen Radwegen, wie den Nesseradweg über Siebleben, Tütleben und Grabsleben (ja so ist der Thüringer, sogar im Grab ist noch Party!) Mit Hilfe von netten Gothaern (Gothanern, Gothanesen?)  haben wir ihn problemlos gefunden: Auf keinen Fall über Güntersleben, Wandersleben und Ingersleben!!! (das wäre der fürchterliche D4 - Mittellandradweg) Der Nesseradweg ist dagegen erste Sahne:

Nur an den Wegweisern könnten sie noch ein bisschen arbeiten! Dass die vom Holzmichel persönlich gemalt worden sind, das ist schon ok, aber dass der immer wieder das Komma vergessen hat, jagt einem kurz den Puls hoch: Gamstädt 53 km! Puh, bitte nicht!



Am Panorama des ersten Streckenabschnitts gibt es nichts zu meckern.



Arnstadt, mit der Ehrenburg (?)  im Hintergrund, vermutlich, schön war der Vormittag allemal.

Dann Schmira und die Elf-Uhr-Banane, 



Liebe Schmirarer! Also, wenn Ihr touristisch irgendwo landen wollt, dann doch bitte etwas superlativiger! "Erstes Spritzenhaus!" Geht´s noch?, "Erstes Spritzenhaus Thüringens, Erstes Spritzenhaus überhaupt" - Aber erstes Spritzenhaus Schmiras, dafür fährt doch niemand - außer uns nach Schmira.
Obwohl die Elf-Uhr-Banane haben wir in Schmira sehr genossen.


Dann geht es auch schon runter nach Erfurt. Mein lieber Scholli, so eine schlechte, ja was war das nun eigentlich? Ein Feldweg? Dazu war zu viel Asphalt beteiligt, eine Straße? Dazu waren die Löcher einfach zu groß. Ein Radweg? Dazu lag zuviel Sand zwischen den Löchern. Die Abfahrt war mindestens so anstrengend wie der Weg hinauf.
Erfurt haben wir zügig durchfahren.
Falls Ihr Euch wundert, warum wir so interessante Städte wie Erfurt und Eisenach einfach mal so durchfahren, in beiden waren wir schon und haben uns gründlich umgetan. Gotha und Sömmerda kannten wir noch nicht, und außerdem haben sie einfach nicht in unsere Tagesetappen gepasst. Und Alles können wir auf dieser Tour einfach nicht anschauen!!
AABER! 
Es wäre in der Tat besser gewesen, in Erfurt schön Mittag zu machen!
Doch davon soll Friederike erzählen: 

(Frieda):
Plötzlich gab's Schilder "Erfurter Seen", auf unserer Strecke. Aber wie können Seen plötzlich da sein? Auf unserer Karte waren sie nicht? Egal, nichts wie hin. Also Kurzsightseeing in Erfurt, das wir ja schonmal besucht hatten, kurz nach der Wende. Es ist sehr schön geworden, sehr lebendig, meine Freundin C. aus O. sagt dass es mehr Brücken als in Venedig gibt, das glaub ich gerne, einige haben wir gesehen. Und so fiel die Mittagspause ins "Wasser" und ich bin halb verhungert vom Rad gefallen bis wir dann endlich am See waren.
Tattaaa: Der Alpenstedter See, ein Traum!


Ein Baggersee, bis letztes Jahr wurde hier noch gebuddelt und ganz hinten stehen noch ein paar Maschinen. Und somit ist auch klar, weshalb er bisher auf keiner Freizeitkarte verzeichnet ist. Und in diesem Jahr ist ein kleiner Yachtclub mit diesen roten Ferienhäuschen auf dem Wasser, ein Campingplatz und eine coole Strandbar entstanden. Da könnten die Binninger sich mal eine Beispiel nehmen. 



Die letzten 15 km nach Sömmerda waren dann ganz schnell.

Heute hat's ja immerhin 35 Grad gehabt, insgesamt sind es wieder fast 60 km geworden und diese langen Strecken zwischen den Feldern ohne Schatten sind gnadenlos. 



Sömmerda ist ein sehr kleines, hübsches Kreisstädtchen-Autokennzeichen Söm-,wir haben einen kleinen Rundgang am Abend gemacht, hier ein paar Bilder:



Und dieses Bild (unten) ist gleichzeitig auch das Rätsel von heute: wer weiß, was Manne in dieser Pizzeria gegessen und getrunken hat? Elf Uhr Banane ist der Trostpreis!
Den Kreativwettbewerb von gestern haben wir noch nicht ausgewertet, ihr könnt also gerne teilnehmen.




Ich sitz übrigens grad auf der Terrasse von unserm Hotel- Balkangrill. Und am Nebentisch sitzt eine Gruppe Einheimischer, so eine Art Stammtisch und einer davon redet genauso, exakt so wie Olaf Schubert, genau dieser Tonfall. Aber er hat keinen Pullunder an, ist auch zu heiß.

Normalerweise  gibt es keinen Nachklapp vom Erstschreiber, aber da Friederike den blödesten Städtenamen-Kalauer ausgelassen hat, muss ich noch einmal eingreifen:
Nach der Badepause hätten wir auch über Nöda fahren könne, da waren wir aber Nöda, jetzt Sömmerda!! (Ich schmeiß mich weg, so schlecht ist der!)










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