Mittwoch, 16. Juni 2021

4.Tag: Von Herleshausen nach Gotha


(Frieda):
die gute Nachricht zuerst, vor allem für meine besorgten Freundinnen:
die neue Radhose ist super und der Sattel auch.

die schlechte Nachricht: es gab heute keine einzige Badestelle, nicht eine winzige. Meine Freundin B. aus E. meinte, ich soll dann halt unter die Dusche. Stimmt auch wieder!

Obwohl wir auf einem Flussradweg unterwegs sind, war auch heute nicht viel Fluss zu sehen. Von der Werra haben wir uns bald schon verabschiedet, sehr traurig war ich nicht. Liebe Werra, ich hätte dich vielleicht früher kennenlernen sollen, ganz da oben im Thüringischen Wald. Hier  hattest du einfach schon einen sehr langen Weg hinter dir. Und wenn ich nur an diese Kaliberge denke!

Dann kam die Hörsel, ein kleines Flüsschen, das sich meist versteckte und auch keine Badestelle angeboten hat

Dass wir diesen Weg aus Eisenach heraus überhaupt gefunden haben, haben wir dieser netten Frau zu verdanken:

Sie war mal Reiseleiterin und hat uns nicht nur den Weg erklärt, sondern gleich auch ein Stück begleitet. -Ich fahr langsam-, hat sie angekündigt, aber mit ihrem E-Bike hat sie dann doch ein ganz schönes Tempo vorgegeben. Und ich hab ganz schön geschnauft hinter ihr, aber natürlich nix gesagt.

Eisenach war eine einzige Baustelle so wie auch Gotha, wo wir am Nachmittag ankamen. Und wenn der Thüringer eine Baustelle macht, dann ist gleich ein ganzer Straßenzug oder fast die ganze historische Innenstadt lahmgelegt. Es macht auch keinen Sinn in die Baustelle reinzufahren und sich als Fahrradfahrer am Rand entlangzuschlängeln. Erst quält man sich hunderte von Meter über Löcher und Querrillen, die Baustelle scheint verwaist und ungefährlich und ganz am Ende der Straße steht ein einziger Bagger und eine große Gruppe von Bau-und Tief und sonstigen Ingenieuren, und ein oder zwei Anwohner im Kreis und lassen einen nicht durch. 

Viele von euch haben nach Rätseln gefragt, heute kommt statt dessen ein kleiner Kreativwettbewerb:
Ein Pole, ein Engländer und ein Thüringer unterhalten sich über Fahrradfahrer.
Was sagen sie?
Die Einsendungen dürfen in einer der drei Sprachen sein (Bitte mit Untertitel falls nötig).
Der beste Spruch gewinnt einen tollen Preis, der letzte eine Elf-Uhr-Banane. Und los geht's, wir sind gespannt.

So und jetzt kommt der Manne:




Die große Katastrophe!!!

Eine Stunde Blogschreiben- eine Stunde hat Friederike schon geschrieben - ALLES weg!! Keine Ahnung wie das geschehen konnte!
Die Motivation ist im Eimer!
Aber ich versuche es noch einmal. Eine Kurzfassung.

Der Tag begann mit einem leichten Hauch von Räucherkammer und Wurstsuppe. Die Fleischerei Schneider in Herleshausen war eine sehr angenehme Unterkunft, die den ganzen Tag noch in den Kleidern hängt. Der Herr Schneider war wohl ein Coronaverweigerer, keine Anmeldung, keine Maske, aber sonst recht angenehm. 
Und mit dem Weckwerk und dem Fettschlauch haben wir in 2 Tagen das Optimum an hessischer Regionalküche genießen dürfen. Kann man nur empfehlen. 


Die Werra, so nett sie hier aussieht, war ein bisschen eine Enttäuschung, als sie links unter der großen Werratalbrücke abbiegt, weinen wir ihr keine Träne nach. Der Grenzübergang, der Übergang nach Thüringen, alles kein Thema mehr..? 

Die Hörsel bringt uns nach Eisenach - aber keine Wartburg! Da gibt es nur Zeitfenster. Eine kleine Runde durch die Stadt! 



Das Nicolaitor, die Nicolaikirche!


Lutherdenkmal, Bachhaus. Eine schnelle Runde.
Am besten hat mir eigentlich das Fenster am Bahnhof gefallen.



Eisenach, die Autostadt, des Wartburg!

Dann geht es weiter nach Gotha. Die Thüringer Radwegplaner sollten vielleicht mal eine Fortbildung in Hessen machen. 

Entweder geht es auf und ab an der Hangschleppe der Hörsel, oder wir fahren auf einer Schotterstraße kilometerlang an der Autobahn entlang - und tendenziell immer bergauf. 
Der Boxberg ist die letzte  Herausforderung vor Gotha. 


Es geht kräftig bergauf, aber immerhin im Schatten!!  Oben auf dem Boxberg ist eine Rennbahn und
eine Einladung  zum 

Pferdeboxen

toll, oder waren es nicht doch  Kängurus oder hat mir die Hitze zu sehr zu gesetzt?
Gotha hatte noch einiges zu bieten, aber - leider, Alles ein zweites Mal schreiben!
 Inzwischen ist es 23:00 Uhr, ich melde mich Morgen wieder, sorry!















Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

38. Tag: Heimfahrt

  Daheim! Hier ist es auch sehr schön!! Das war wirklich eine wunderschöne Reise! Durch 11 Bundesländer. mir/uns bislang unbekannte Teile de...