Montag, 28. Juni 2021

16.Tag: Von Mirow nach Malchow


 die Karte

(frie) Die gute Nachricht zuerst: wir haben heute die 800km überschritten, d.h. überradelt und inzwischen fahren die Räder fast wie von alleine. In Mirow war's wunderschön und ich bin heute morgen nochmal kurz ins Wasser gehüpft.


Herrlich war  auch heute morgen wieder die erste Strecke, eine alte Bahnstrecke mit super neuem Asphalt nur für uns Radler. Immer wieder geht es über eine Brücke und egal wo man hinschaut, überall ist Wasser. 

Auch hübsche kleine Dörfchen und Kirchen gibt es. Überall stehen große alte Linden, die gerade blühen und es duftet wunderbar. Seit einigen Tagen fahren wir am Projekt "Offene Kirchen" entlang, man kann also auch mal kurz reinschauen, was am Anfang unserer Reise gar nicht möglich war, weil alle Kirchen zuhatten.

Hier die kleine, schöne Dorfkirche Vipperow aus dem 14.Jahrhundert.



Es wird zunehmend heißer und wir sehnen uns nach Wasser:


Und in Röbel/Müritz ist es dann soweit, ein herrliches Bad im Müritzsee:

Wir radeln ein kleines Stück den mecklenburgischen Radweg, direkt am Wasser, bzw. meistens am Schilfgürtel entlang. Es ist ein großes Naturschutzgebiet mit Vogelbeobachtungsstationen und geführten Exkursionen, es zwitschert, raschelt, fliegt weg, und macht seltsame Geräusche. Vielleicht die Rohrdommel, auch Moorochse genannt, die hat sich hier nämlich wieder angesiedelt? Wir sehen sie nicht, aber dafür verschiedene Entensorten, Strandläufer, Bachstelzen und Kraniche und bei der Badestelle gab es kleine Uferschwälbchen.

Hier ein Blick vom Damm auf die weite mecklenburgische Seenlandschaft:


Und dann wurde es anstrengend, aber das erzählt der Manne:


Also gut:

Zwei Nachträge zuerst. Ein schönes Bild soll Euch nicht vorenthalten werden:




So stellt sich Friederike ihren nächsten Urlaub vor: Kanuwandern in der Mecklenburgischen Seenplatte.


In der Vipperower Dorfkirche restaurieren sie alte Fresken. Was man schon erkennen kann, genau hinter der Kanzel droht der Teufel. Was der Pfarrer mit seinen Predigten von der ewigen Verdamnis nicht erreicht, das schafft der Teufel bestimmt, der ihm über die Schulter schaut!


Röbel/Müritz ist ein weiteres schönes Backsteinstädtchen, nicht ganz so spektakulär wie die andern vielleicht, aber immerhin am großen Müritzradwanderweg.



Aus der Ferne, von Friederikes 2. Badeplatz aus, sieht Röbel sehr idyllisch aus. 

Die Herausforderung heute besteht darin, vom Müritzrundradweg wegzukommen und  "rüberzumachen" an den Fleesensee, an dem Malchow liegt - und dabei die Bundesstraße zu vermeiden, an der auf  6km Länge kein Radweg ist. Albert hat einen Vorschlag. Auf  Ministräßchen klappt das auch recht gut, sieht man von der Berg-und Talbahn ab. Doch dann reitet Albert wieder mal der Teufel, Bei Kisserow will er uns auf 3 km in den Sand schicken. Nach 10m wissen wir, das wird nichts!!!
Auf  der diesjährigen Tour ist uns noch nie das Trinkwasser ausgegangen, aber heute wohl, -  
der Kairo-Imbiss am Ortsausgang von Penkow ist die Rettung.


Malchow ist ein kleiner Touristen-Hotspot. Die Tagesradler klumpen um die Drehbrücke, die Boote vom Fleesensee in den Plauer See durchlässt.


Das ist der Blick von unserem heutigen Hotel aus. Nicht schlecht, oder? 
Malchow hat einiges zu bieten. Aber nicht montags und nicht nach 16:00 Uhr. 
Ich glaube nicht, dass das an Corona liegt. 17:00 spätestens war wahrscheinlich schon immer Schicht im Schacht. 
Schade, das Museum der DDR hätte ich wirklich gerne angeschaut. Ostalgie - das hat schon was, wenn Menschen gefühlsduselig werden, über Dinge, die sie heute im "Original" essen können. Goldbroiler, Grillette Ketwurst oder Krusta - ob wir auch nostalgisch würden, wenn es Wienerwaldhähnchen, Hamburger, Hotdog oder Pizza nicht mehr gäbe?



Aber, wie gesagt, Montag bleibt die Küche kalt...


Die Auslage sah sehr vielversprechend aus.
Das Kloster Malchow ist coronabedingt geschlossen. Dass es sich bei diesem schnuckeligen Ensemble nicht um das "Damenbüsserinnen" Kloster aus dem 12.Jahrhundert handeln kann, sehe ich auch von der Insel aus. Im 19.Jahrhundert ist das Kloster abgebrannt und wurde neugotisch historisierend neu gebaut. "Ach, wie war das Mittelalter doch so schön!"



Aber auch sonst ist Malchow recht gemütlich.
Morgen werden wir die Mecklenburgischen Seen leider verlassen. Und wieder durch die Felder radeln.
Eben beim Stadtrundgang ist uns die Idee gekommen, ob wir uns nicht stilvoll mit einer Schiffstour von Malchow nach Plau verabschieden sollen. Dienstag gibt es eine Tour, die Räder mitnimmt. Da sparen wir locker 25 km um den Plauer See rum.
 Allerdings fährt das Boot erst um 12:00 Uhr ab. Das könnte immer noch reichen! Und mal ein paar Stunden die Beine hochlegen ist auch verlockend.

Wir werden Euch auf dem Laufenden halten. Bis Morgen, denn!












Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

38. Tag: Heimfahrt

  Daheim! Hier ist es auch sehr schön!! Das war wirklich eine wunderschöne Reise! Durch 11 Bundesländer. mir/uns bislang unbekannte Teile de...