Freitag, 25. Juni 2021

13.Tag: Von Ketzin nach Oranienburg/Eden

 die Karte





In Eden angekommen!! Der bisher schönste Platz zum Bloggen. Es geht ein angenehmer Wind, Rosenduft in der Luft. Gerade haben wir lecker Kaffee getrunken.
Hier könnte man bleiben.
Aber von Anfang an:

Vom Gutshof Havelland, der auf den ersten Blick begeistert hat, reisen wir ohne Bedauern wieder ab. Es sind manchmal die kleinen Dinge, die den Ausschlag geben. Ultraschmale Einzelbetten, Matratzenschoner aus Plastik unter dem Bezug - als stünde man als Gast grundsätzlich unter dem Generalverdacht, Bettnässer zu sein. Eine einzige Steckdose, Rechnung bezahlen bei Ankunft- jeder Gast ist ein potentieller Zechpreller! Keine Fahrradgarage, aber ein Dutzend Autogaragen. - Kunstdrucke an der Wand und Designkrimskrams sind eben nicht alles.

Die heute Strecke bietet zwar keine Radwege mit Namen - außer dem Fontaneradweg auf den ersten 10 km, aber auch stinknormale Radwege fahren sich gut, wenn sie von der EU finanziert mit feinem Asphalt versehen wurden.
"Berge" halten sich in Grenzen.




Gleich nach dem ersten Hügel, diese Straße


Erinnert Ihr Euch? Die Straße runter und Ihr kommt nicht nach Knoblauch, weil es Knoblauch gar nicht mehr gibt!!

Dann Brieselang, Falkensee, Schönweide.. wir streifen Berlin gerade so mal eben. Falkensee hat S-Bahnanschluss. Aber heute:

Keen Bock auf Balin!!


Ganz in der Nähe unserer heutigen Strecke, wäre in Nieder-Neuendorf das Grenzturmmuseum gewesen. Aber heute steht uns nicht der Sinn nach Grenze, wir wollen nach Eden!

Noch durch Velten mit seinem sicher hochinteressanten Ofenmuseum, aber Öfen bei 25°, da kommen wir im Winter mal wieder vorbei (und schauen uns dann auch die sowjetische Superschneefräse in Aktion an).

Albert hat heute gute Arbeit geleistet. Oranienburg nach dem Radwegschild 16 km, aber wir schleichen uns durch die Rapsfelder gleich in den Ortsteil Eden und sind schon nach 7 km bei Carmen, einer ehemaligen Kollegin von Friederike, hier geboren und irgendwann auch wieder in die alte Heimat gezogen.




Wir werden superherzlich im Paradies erwartet.

" Die nördlich von Berlin in Oranienburg liegende Siedlung Eden Gemeinnützige Obstbau-Siedlung eG wurde am 28. Mai 1893 von 18 Berliner Vegetariern als erste vegetarische Siedlung in Deutschland (und noch vor dem Monte Verità in der Schweiz) unter dem Namen Vegetarische Obstbau-Kolonie Eden e.G.m.b.H. gegründet. Sie lag in einer Größe von 125 ha in der Nähe der letzten S-Bahn-Station von Berlin und sollte Berliner Großküchen vegetarische Produkte liefern. Ab 1920 unter dem Namen Obstbau-Siedelung Eden e.G.m.b.H. geführt, .." (wikipedea)

Aber jetzt höre ich auf, schließlich will Friederike unbedingt ihre Eindrücke noch schildern!!!!

(frieda) Eden ist so schön aber leider funktioniert heute die Datenübertragung von meinem Handy nicht. Deshalb stellt euch vor:
ein kleines flaches Haus mit rotem Teerpappendach, rund um das ganze Haus Rosen in allen Farben und Lavendel, Ein ganz besonders schöner roten Rosenstock am Anfang des Gemüsegartens direkt beim Planschbecken:
(ja, auch der
 Manne fotografiert mal eine Rose)
Verschiedene Sitzplätze rund ums Haus, einer mit Hollywoodschaukel, einer zum Essen, einer mit Strandkorb, einer für die Enkelkinder und dann gibt's noch eine große lange Schaukel an einem sehr hohen Baum und unzählige Töpfe und andere bepflanzte Gefäße mit verschiedenen Blumen  und einen richtigen Gemüsegarten mit Borretsch, Paprika, Bohnen, Salat, Rucola, Zucchini, Erdbeeren, ein kleines Kartoffelfeld,  ein Tomaten-Gewächshaus und hinter dem Haus ein Hühnerstall mit zehn noch jungen badischen Sundheimer Hühner. Außerdem große Rasenflächen mit Obstbäumen, die kleinen Pfläumchen sind schon ein bisschen violett angehaucht...könnt ihr euch das vorstellen, es ist das Paradies, Eden.
Und es ist schön Carmen mal wiederzusehen und ein bisschen Zeit miteinander zu haben. 
Schön ist auch, dass wir nach den fast 80 km gestern heute einen halben Ruhetag haben und so hangle ich mich von Hollywoodschaukel zum Strandkorb und jetzt gleich zu Tische.
Und ob ich danach noch viel schreiben kann.....mal sehen.

...Stunden und Weingläser später:

Das Essen war lecker, der Wein auch und jetzt gibt's noch ein paar Fotos:



so jetzt geht's wieder zum Wein, schönen Abend allerseits!





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