Mittwoch, 30. Juni 2021

19.Tag: Von Frauenmark nach Schwerin

die Karte

Die gute Nachricht zuerst: das schwere Unwetter hat uns nicht erwischt. Aber der Regen, erst sanft und nieselig, dann ergiebiger Landregen und dann auch mal richtiges Platschen.

Ich hatte mir morgens überlegt, ob ich nicht doch lieber in den Rolls Roys steigen soll...



aber dann wollte ich mein Fahrrad nicht so einfach stehen lassen. Und das musste heute einiges aushalten: Die erste Pfütze haben wir noch durchfahren:



bei der zweiten- seht ihr ganz vorne im Foto den See?- mussten wir umdrehen. 

Da wäre der Rolls auch nicht durchgekommen.

Das nächste Hindernis war eine Baustelle mit Gleisarbeiten. Auf der (gesperrten)Zufahrtsstrasse kam uns der Baustellenleiter entgegen und fragte uns, ob wir unser Fahrrad tragen können. Mit kurzem Blick auf uns und auf die Räder erlaubte er uns durchzufahren.

Zuerst das Fahrrad

dann das Gepäck

Da wären wir mit E-Bikes nicht durchgekommen.

Trotzdem war es ein schönes Fahren, viel abwechslungsreicher als gedacht. Es kam immer wieder ein Gewässer, zum Baden auch schöne Stellen. Aber wir waren ja schon ziemlich nass.

Manne musste immer wieder die Karte befragen, denn Albert hat sich heute doch ziemliche Kapriolen erlaubt.


Man bemerke die Antenne am Helm! Mit wem kommuniziert er wohl? Wer "Schlafschafe" gesehen hat, hat da so einen Verdacht.

So Manne jetzt darfst du:

Ok! Auf der Strecke im Regen hat mir ein Streckenabschnitt besonders gut gefallen. Hier ist eindeutig das Gebiet der kleinen, großen Landschaftsgestalter



Mein Freund der Biber war hier richtig fleißig.
Und im Gegensatz zum anderen großen Landschaftsgestalter, weiß olle Biber, was gut für die Natur ist.


Mami,Papi! Warum muss ausgerechnet ich so blöde Eltern haben!






Vor Schwerin wurde es baustellentechnisch noch einmal richtig kompliziert. Toll! Liebe Schweriner! Ein Radumleitungsschild genügt nicht. Hilfreich wäre es, wenn ihr die ganze Umleitungsstrecke ausschildert. Dann noch eine Umleitung auf der Umleitung - und dann noch Friederikes Hang zum Extrakringel, klar, eine Halbinsel am See will unbedingt umrundet werden! Nur damit wir heute noch auf die 900 km kommen. Bravo! Das hätten wir geschafft.

Ab heute - das ist ein absolutes Novum - setzen wir, das hat Friederike ja schon angedeutet, radeln wir zu Viert. Barbara und Klaus sind uns mit dem Zug entgegen gekommen und wir werden die nächsten 3 Tage bis Hamburg gemeinsam radeln!
Das Rudel wird größer!


 Der Regen hat zwischenzeitlich nachgelassen und es ist noch genügend Zeit für eine kleine Stadterkundung.
Natürlich das Schloss


Ich bin ja kein großer Fan von neogotischem Historismuskitsch, aber hier wurde so vollfett zugelangt, dass es schon wirklich schön ist. Und natürlich wussten die Herr-schaften, schon vor der Immobilienbranche, das Wichtigste ist Lage, Lage und Lage. Sehr schön wie das Schloss im See liegt.


Und gegenüber die idyllischen Bootshäuser.

Dann der Dom.



Was ich nicht wusste. Schon vor der Wende wurde mit westdeutschen Spendengeldern mit der Renovierung des Domes begonnen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.



Im Dom ist erstaunlich viel gotische Kunst erhalten geblieben. Der Hauptaltar ist besonders schön


Was ich so noch nicht gesehen habe, ist die Höllenbrut rechts unterhalb des Kreuzes, bei der Heulen und Zähneknirschen herrscht. Sehe ich das richtig? Links neben den höllischen Heerscharen stehen auch 2 Vertreter der Heidenschaft, die in Jesus den neuen Weltenherrscher anerkennen müssen.

Auf dem Marktplatz, da kommt Lokalpatriotismus auf. Eindeutig ein Lenk.



Heinrich der Löwe, schon am Schloss überlebensgroß präsent, wird von Lenk als machtbesessener Kriegstreiber dargestellt.
Wie andere auch, hatte er keine große Lust auf Kreuzzug gen Jerusalem zu ziehen, das hat er seinem Vetter dem Rotbart überlassen.
Wer muss denn in die Ferne schweifen, wir haben doch genug "Heiden" im Osten, die Wenden, die Abodriten, oder auch die Sorben, alles heidnische Slawen, die es ja schließlich auch zu bekehren galt und deren Land deutlich leichter zu erobern war, als das ferne Jerusalem mit den lästigen Muselmännern.
Jetzt rufen die "Hamburger" von Unten, ob ich noch auf ein Bier runter komme, alla gut!
Dann halt ein andermal mehr von den Wenden und den Welfen und den Sachsen und den Heiden und den ...

Gehabt´s Euch wohl!! Gute Nacht- und bis Morgen!














Dienstag, 29. Juni 2021

17. Tag: Von Malchow nach Frauenmark

 die Karte

Was ein schöner Tag!!

Die Fahrt mit dem Boot von Malchow nach Plau am See hat geklappt!!

Gleich nach dem Frühstück sind wir zum Fahrkartenverkauf, - kein Problem!

Eine Stunde Fahrt mit dem Boot - 25-30 km Plauer See Umrundung gespart. Und einen ruhigen Vormittag.


Die Anlegestelle unseres Ausflugsbootes ist nicht einfach zu finden. D.h. wir finden die Gasse schon die zu einem Anlegesteg führt. Aber nicht ein Schild, nicht ein Hinweis. Sind wir hier wirklich richtig? Niemand zu sehen. 
Doch dann kommen andere Radler. Und irgendwann auch das Boot.


Selten so einen entspannten Tagesanfang gehabt.



Bei der Ausfahrt durch die Drehbrücke sehen wir, warum wir heute Nacht kurz nach 5:00 Uhr senkrecht im Bett gesessen sind. Mit der lautesten Hebebühne aller Zeiten haben sie heute Morgen die Wimpel an der Brücke angebracht!! Hat das jetzt sein müssen, viel schöner sieht die Brücke jetzt auch nicht aus.

Vom Fleesensee, in den Petersdorfer See und dann in den Plauer See.






Das hat sich richtig gelohnt. Und damit Friederike auch noch was zu schreiben hat, höre ich jetzt auf und suche meinen Fanschal - gleich geht das Fußballspiel los!

(frieda) Aber unser Fernseher geht nicht. Das war bei der Hotelankunft schon ein Thema, wann es denn Abendessen geben kann, denn das Deutschlandspiel kommt schon um 18 Uhr. Die Männer (Schloßherr und Manne und Koch) haben sich schließlich darauf geeinigt, dass es in der Halbzeit die Vorspeise geben soll und nach dem Spiel das Abendessen. 
Und jetzt geht unser Fernseher nicht, ohweh, aber der Schloßherr quartiert den Manne und sein Bier kurzerhand in das Nachbarzimmer "Cecile":


währenddessen bereite ich mich im Zimmer "Laura" aufs Diner vor:


und hänge im Bad schonmal die Radlerhosen auf:


Das ist ein lustiger Abend: im feinen Speisesaal treffen wir noch die anderen Gäste, bestellen schnell die Vorspeise, die anderen trinken nur was und ab geht's wieder in die Zimmer zum weiterschauen. Total nette Gastgeber!

Der Radtag war kurz und kaum waren wir vom Schiff hat uns das Gewitter überrascht. Ein kurzer sehr heftiger Regen, danach ein bisschen Getröpfel. Wir konnten bald die Regenklamotten wieder ausziehen.


Die Strecke war okay, aber nicht besonders interessant, manchmal auf Radweg neben, manchmal direkt auf der Straße. Eindeutig sind wir jetzt aus dem Seengebiet weg. Ich habe mich sehr ungern von der mecklenburgischen Seenplatte verabschiedet, es war so wunderschön und ich habe mir fest vorgenommen nochmal einen Urlaub hier zu machen. Vielleicht auf einem Hausboot ?
In Malchow waren wir übrigens auf einer Insel und man konnte konnte überall am Ende der kleinen Gässchen vom Steg ins Wasser. 
Und hier ist mein Badeplätzchen gewesen:


Ich freu mich auf  meine letzten vier Radeltage, denn wir bekommen Verstärkung:  Barbara und Klaus schließen sich uns in Schwerin an. 
Ob es dann einen Viererblog, oder gar keinen Blog mehr geben wird, weil wir abends immer so viel quasseln müssen und für's Blogschreiben keine Zeit haben?  Vielleicht geht alles auch weiter wie bisher,...schau'n wir mal, dann seh'n wir schon...auf jeden Fall wird's schön!




Montag, 28. Juni 2021

16.Tag: Von Mirow nach Malchow


 die Karte

(frie) Die gute Nachricht zuerst: wir haben heute die 800km überschritten, d.h. überradelt und inzwischen fahren die Räder fast wie von alleine. In Mirow war's wunderschön und ich bin heute morgen nochmal kurz ins Wasser gehüpft.


Herrlich war  auch heute morgen wieder die erste Strecke, eine alte Bahnstrecke mit super neuem Asphalt nur für uns Radler. Immer wieder geht es über eine Brücke und egal wo man hinschaut, überall ist Wasser. 

Auch hübsche kleine Dörfchen und Kirchen gibt es. Überall stehen große alte Linden, die gerade blühen und es duftet wunderbar. Seit einigen Tagen fahren wir am Projekt "Offene Kirchen" entlang, man kann also auch mal kurz reinschauen, was am Anfang unserer Reise gar nicht möglich war, weil alle Kirchen zuhatten.

Hier die kleine, schöne Dorfkirche Vipperow aus dem 14.Jahrhundert.



Es wird zunehmend heißer und wir sehnen uns nach Wasser:


Und in Röbel/Müritz ist es dann soweit, ein herrliches Bad im Müritzsee:

Wir radeln ein kleines Stück den mecklenburgischen Radweg, direkt am Wasser, bzw. meistens am Schilfgürtel entlang. Es ist ein großes Naturschutzgebiet mit Vogelbeobachtungsstationen und geführten Exkursionen, es zwitschert, raschelt, fliegt weg, und macht seltsame Geräusche. Vielleicht die Rohrdommel, auch Moorochse genannt, die hat sich hier nämlich wieder angesiedelt? Wir sehen sie nicht, aber dafür verschiedene Entensorten, Strandläufer, Bachstelzen und Kraniche und bei der Badestelle gab es kleine Uferschwälbchen.

Hier ein Blick vom Damm auf die weite mecklenburgische Seenlandschaft:


Und dann wurde es anstrengend, aber das erzählt der Manne:


Also gut:

Zwei Nachträge zuerst. Ein schönes Bild soll Euch nicht vorenthalten werden:




So stellt sich Friederike ihren nächsten Urlaub vor: Kanuwandern in der Mecklenburgischen Seenplatte.


In der Vipperower Dorfkirche restaurieren sie alte Fresken. Was man schon erkennen kann, genau hinter der Kanzel droht der Teufel. Was der Pfarrer mit seinen Predigten von der ewigen Verdamnis nicht erreicht, das schafft der Teufel bestimmt, der ihm über die Schulter schaut!


Röbel/Müritz ist ein weiteres schönes Backsteinstädtchen, nicht ganz so spektakulär wie die andern vielleicht, aber immerhin am großen Müritzradwanderweg.



Aus der Ferne, von Friederikes 2. Badeplatz aus, sieht Röbel sehr idyllisch aus. 

Die Herausforderung heute besteht darin, vom Müritzrundradweg wegzukommen und  "rüberzumachen" an den Fleesensee, an dem Malchow liegt - und dabei die Bundesstraße zu vermeiden, an der auf  6km Länge kein Radweg ist. Albert hat einen Vorschlag. Auf  Ministräßchen klappt das auch recht gut, sieht man von der Berg-und Talbahn ab. Doch dann reitet Albert wieder mal der Teufel, Bei Kisserow will er uns auf 3 km in den Sand schicken. Nach 10m wissen wir, das wird nichts!!!
Auf  der diesjährigen Tour ist uns noch nie das Trinkwasser ausgegangen, aber heute wohl, -  
der Kairo-Imbiss am Ortsausgang von Penkow ist die Rettung.


Malchow ist ein kleiner Touristen-Hotspot. Die Tagesradler klumpen um die Drehbrücke, die Boote vom Fleesensee in den Plauer See durchlässt.


Das ist der Blick von unserem heutigen Hotel aus. Nicht schlecht, oder? 
Malchow hat einiges zu bieten. Aber nicht montags und nicht nach 16:00 Uhr. 
Ich glaube nicht, dass das an Corona liegt. 17:00 spätestens war wahrscheinlich schon immer Schicht im Schacht. 
Schade, das Museum der DDR hätte ich wirklich gerne angeschaut. Ostalgie - das hat schon was, wenn Menschen gefühlsduselig werden, über Dinge, die sie heute im "Original" essen können. Goldbroiler, Grillette Ketwurst oder Krusta - ob wir auch nostalgisch würden, wenn es Wienerwaldhähnchen, Hamburger, Hotdog oder Pizza nicht mehr gäbe?



Aber, wie gesagt, Montag bleibt die Küche kalt...


Die Auslage sah sehr vielversprechend aus.
Das Kloster Malchow ist coronabedingt geschlossen. Dass es sich bei diesem schnuckeligen Ensemble nicht um das "Damenbüsserinnen" Kloster aus dem 12.Jahrhundert handeln kann, sehe ich auch von der Insel aus. Im 19.Jahrhundert ist das Kloster abgebrannt und wurde neugotisch historisierend neu gebaut. "Ach, wie war das Mittelalter doch so schön!"



Aber auch sonst ist Malchow recht gemütlich.
Morgen werden wir die Mecklenburgischen Seen leider verlassen. Und wieder durch die Felder radeln.
Eben beim Stadtrundgang ist uns die Idee gekommen, ob wir uns nicht stilvoll mit einer Schiffstour von Malchow nach Plau verabschieden sollen. Dienstag gibt es eine Tour, die Räder mitnimmt. Da sparen wir locker 25 km um den Plauer See rum.
 Allerdings fährt das Boot erst um 12:00 Uhr ab. Das könnte immer noch reichen! Und mal ein paar Stunden die Beine hochlegen ist auch verlockend.

Wir werden Euch auf dem Laufenden halten. Bis Morgen, denn!












Sonntag, 27. Juni 2021

15.Tag: Von Neuruppin nach Mirow

die Karte 

Albert hat gestern wieder mal sein Vertrauenspunktekonto komplett geräumt. Eher würde ich meine Würfel bei der Ausfahrt aus einer Stadt am Morgen zu Rate ziehen, als Albert auch nur ansatzweise zu glauben. 

Hat heute Morgen aber auch nicht wirklich funktioniert. Gestern sahen wir bei der Einfahrt nach Neuruppin einen Radwegweiser "Rheinsberg", da wollen wir heute als Zwischenetappe hin. Also wieder über den Damm und den Waldweg hoch. Oben zeigt das Schild aber wieder nach unten, das war nicht der Radweg von gestern, die morgendlichen Hunde- und Babyausführerinnen wundern sich, dass wir sie schon wieder überholen. Eine nette junge Frau, gibt uns den richtigen Tipp.  Nicht ein einziges - oder wie wir Schwaben sagen "gotziges" Schild. Liebe Brandenburger, da müsst Ihr wirklich noch dran arbeiten. Ab Altruppin ist der Weg klar.

Ein wunderschöner Morgen, es wird heiß, aber Wolken ziehen auf. 

Und dann beginnt ein Traum von einem Radtag (4/5 der Strecke). Eine richtige Fahrradstraße, frisch geteert kilometerlang schnurstracks durch Kiefernwälder, - links und rechts der Sand und wir auf frischem Asphalt.



"Neulich, ich saach dir, bin ik von Neuruppin nach Rheinsberg, det globste nich, da hat die EU wegen die bescheuerten Ökofuzzis eine Radautobahn durch die Walachei gelegt, Flüsterasphalt und icke fall auf der Straße fon en Loch ins nechste mit meim SUV! Die EU und die ganzen Müsliökos kannste doch in die Tonne treten, wa?!!"
Huch, was war das auf einmal? Gibt es Sekundenschlaf mit Alptraumeinlage auch auf dem Fahrrad?
Scheint so!
Aber die Strecke nach Rheinsberg war wirklich genial. Und das Schloß Rheinsberg auch.


Beste Elf-Uhr-Banane ever! Liegt wirklich genial, das Schloß, 


Vorderseite




Rückseite

Für mich ist Schloss Rheinsberg seit ewigen Zeiten wegen "Rheinsberg" von Kurt Tucholsky in Erinnerung.
Claire und Wolfgang, Baliner Großstadtmenschen schlechthin - nicht verheiratet (das war bei Erscheinen des Buches der eigentliche Skandal) verbringen 3 Tage in Rheinsberg - in der Natur.
Claire, Medizinstudentin mit großer Klappe, ist Else Weil, Wölfchen das nicht minder ironische Alterego Tucholskys.

"Und neben mir saß die Claire, voll Übermut, wie wir damals waren, und brachte durch ihre Existenz beinahe die ganze Kapelle aus dem Takt.“

Beide haben nach ihrem Ausflug geheiratet. Doch die Ehe hielt nicht lange. 
"Claire" Else Weil ist in Auschwitz umgebracht worden.


Dass noch eine berühmte Persönlichkeit auf unserer heutigen Tour treffen würde, hätte ich nicht gedacht. Gleich neben Friedas Badeplatz 2 des heutigen Tages, steht ein eher unscheinbares Häuschen, das das "Alfred Wegener" Museum beherbergt. Wer hätte das gedacht, der geniale Wissenschaftler, der die Theorie der Kontinentalverschiebung entwickelte und deshalb zeitlebens verhöhnt worden ist. Alfred Wegner der Grönlandforscher und Abenteuerer hier in Zechlinerhütte, einem winzigen Örtchen.
Wegeners lebten eigentlich in Berlin, aber seine Mutter stammt aus Zechlinerhütte und das Museum ist in ihrem Elternhaus, wo die Wegeners den Sommer verbrachten.



Alfred Wegener ist auf seiner 4. Grönlandexpedition gestorben, als er seine Kameraden retten wollte.

Während Friederike schwimmen war, habe ich viel Neues erfahren. 
Aber nun soll sie selbst erzählen!

(frieda)
Also fast hätte ich es nicht mehr geschafft, den Blog zu schreiben. Musste erst noch den Sonnenuntergang auf dem Mirower See beobachten:


Es ist so wunderschön hier, man ist versucht, einfach hier zu bleiben. Tagsüber ein bisschen an den Seen herumwandern oder radeln, baden, abends fein essen, Aperol Spritz oder Aperol Bowle süffeln.
Heute war aber auch ein wunderschöner Radeltag und wir kamen super vorwärts. Außerdem habe ich viermal gebadet und jetzt sind meine Arme mindestens so müde wie die Beine.
Das erste Bad , noch vor dem Frühstück im Ruppiner See, in herrlich frischem Wasser, alles ganz still, nur ein paar Enten quakten.
Das zweite Bad am schönen Schlaborn-See, wo wir eine perfekte Badestelle gefunden haben. Ich konnte baden, richtig weit hinausschwimmen, und Manne ein Museum anschauen (siehe oben), wir waren beide hochzufrieden.



Und dann natürlich hier in Mirow auf der Schlossinsel, mein Luxusbadeplatz auf der Hotelwiese ein schöner Badenachmittag:






Wir haben aber auch das Schloss und die Kirche besichtigt- von außen- es ist eine sehr schöne Anlage, wo übrigens die spätere englische Königin Sophie Charlotte (18.Jh) geboren wurde.


Hier die Johanniterkirche



Und nun noch ein kurzer Bericht von gestern Abend, vom Orgelmarathon in Neuruppin:
Es war ein fantastisches Konzert, jede halbe Stunde ein anderer Musiker, sehr unterschiedliche Musik. Und das tollste war, dass die Orgel in dieser Klosterkirche in der Mitte steht, man sieht also jede Bewegung und jeden Handgriff des Musikers. Am besten hat mir  die Toccata und Fuge d-Moll von Bach gefallen ( gespielt vom Organisten der Klosterkirche) mit ganzem Körpereinsatz, mit den Füßen getanzt, die Register gezogen und mit unglaublich schnellen Läufen, es war ein Genuss zuzuhören und zuzuschauen. Und es tut so gut, auch mal wieder ein Konzert zu besuchen. Ich bin bis zum Schluss geblieben, bis zu den Abendliedern von Rheinberger.

Gestern Orgelkonzert, heute Sonnenuntergang, so eine Radreise kann einen immer wieder überraschen.
Bin gespannt auf Morgen!


38. Tag: Heimfahrt

  Daheim! Hier ist es auch sehr schön!! Das war wirklich eine wunderschöne Reise! Durch 11 Bundesländer. mir/uns bislang unbekannte Teile de...